12.10. - Ein Moment der Stille
Prolog
Da bin ich wieder - nach 2einhalb Monaten geprägt von Schreibfaulheit, ner Menge Freiluftaktivitäten und PC-Hass schaff ichs mal wieder ein bischen was zu berichten.
Im zurückliegenden Sommer musste ich natürlich die lauen Abende nutzen, da man ja tagsüber im Büro kaum was von dem schönen Wetter mitbekommen hat. Insofern habe ich im Grunde fast jede Strandbar besucht, die es in Berlin so gibt (Highlights: wie immer Club der Visionäre und diesmal der Klanggarten). Wenn man dann noch 8-10 Stunden täglich vor dem Rechner hängt, hat man abends echt keinen Bock mehr sich vor den Bildschirm zu setzen. Abgesehen davon ists ja bekanntlich schädlich so lange auf den Monitor zu starren - zumal das Durchregieren von Mrs. Piggy Angie uns wahrscheinlich ne Gesundheitsreform beschert, die uns noch in den Ruin treibt (aber das nur am Rande). Positiv hervorzuheben is, dass einige Leute zur Selbsthilfe vorbeugend Sport treiben und Lob sowie Anerkennung verdienen (Beispielhaft erwähnt sei Herr S. , wohnhaft in D am R).
Zu schreiben hätt' es einiges geben, aber sei's drum, ich hoffe ich schaff nun im Herbst und Winter ein paar mehr updates.
Zurück zum Titel: 12. Oktober, ein Tag an dem so einiges passiert ist in der Vergangenheit. Grund genug, um einen Moment inne zu halten. Ziemlich in Vergessenheit geraten ist der 12.10.2002, als geisteskranke Terroristen den Sari-Club in Kuta auf Bali in die Luft gesprengt haben. Bilanz: 202 Tote. Spiegel-Online hat 4 Jahre später die Demenz ereilt, heut war darüber nix zu lesen, noch nichtmal ne kleine Erinnerungsnachricht war es wert. Schlimm, dass die Leute heutzutage so schnell Sachen verdrängen. Mit Glück bin ich damals relativ knapp dem Terroranschlag entkommen: 2 Wochen davor war ich noch im Sari-Club und habe dort gefeiert. Es ist wirklich eine Schande, dass diese friedliebenden und sehr gläubigen Menschen auf Bali so etwas ertragen mussten. Die Insel ist hauptsächlich vom Hinduismus geprägt (übrigens einer der wenigen nicht muslimischen Gebiete Indonesienes - und damit auch eines der friedlichsten...). Vulkanhügel, Reisfelder, Surfer auf meterhohen Wellen, Tempel. Prozessionen, Rituale - die Insel hat wirklich viel zu bieten und ist auf jeden Fall eine Reise wert.
Welche negativen, gerade zu verächtlichen Stilblüten das Internet treibt, wenn man nach dem Ereignis googelt, seht ihr hier: "Produktsuchergebnisse für Bali+Terroranschläge+2002 "
Wer fundierte Infos sucht, findet sie hier
Ein Jahr später, am 12.10.2003 durfte ich das Fest zu Ehren der Hl. Pilar in Zaragoza/Spanien miterleben. Das ebenfalls religiöse Fest (katholisch) dauert eigentlich mehr als eine Woche, der wichtigste Tag ist aber immer der 12.. Ab 7:30h morgens laufen tausende von Trachtengruppen (meist aus der Autonomen Region Aragón) durch die Innenstadt, jeweils mit Blumen in der Hand, auf den Plaza del Pilar, den Pilarplatz vor der gleichnamigen Basilika. Dort legt jeder Prozessionsteilnehmer Blumen nieder. Bis zum frühen Abend dauert die Prozession. Am Ende des Tages liegen ca. 6 Millionen! Blumen zu einer Pyramide gestaltet auf dem Plaza del Pilar. Sehr beeindruckend und schön, wenn die ganze Stadt sich auf das Fest vorbereitet und feiert. Natürlich ist die ganzen Tage über viel geboten, es gibt open air Bühnen, Feste in Parks, ein Oktoberfest und eine Openair-Disco.
Habe grade mal per Webcam auf den Platz geschaut, so langsam leert er sich und die Leute gehen nach Hause.
Wer der spanischen Sprache mächtig ist, kann sich schonmal den Bericht in der Zeitung von morgen durchlesen.
Mein 12.10. im Jahr 2006 war natürlich durch die Arbeit geprägt, hoch spannend wie immer und es gab mächtig viel zu tun...morgen abend beginnt dann das Wochenende, es wurde auch Zeit.

