Berlin - die Metropole: Eindrücke und Ansichten aus der Weltstadt sowie aus meinem Leben

16 September 2005

Hölle, Hölle, Hölle

Nein, ich war gestern nicht auf einer Party von Wolle Petry.
Zur Zeit ist Popkomm und die angesagtesten DJ`s beehren mal wieder die Cidy. So auch gesten. Eher als Notlösung gedacht war für uns die Party im WMF. Aber die hat gerockt! Die popkomm hat auch einen negativen Touch, da die Läden voller vermeintlicher Vips und Gästelisten-Leute sind. Das Watergate, wo wir eigentlich hinwollten, war sowohl um 1:30h als auch um 4:30h!! angeblich so voll, das die uns nicht reingelassen haben, da wir nicht auf der Gästeliste standen. Das hat sich im Nachhinein als gut erwiesen, denn so sind wir ins WMF SL (Sommerlager) auf die Gigolo-Party gefahren. Es war 4:30h und im Gegensatz zu anderen STädten steppt hier an eine Freitag morgen noch der Bär. Als wir ankamen, stand Tiga (bekannt durch den Hit "sunglasses at night") hinter den Decks. Das war schon mal ein guter Anfang. So gegen 5:30h war es noch voller und DJ Hell enterte die Turntables. Er hat ein Electro-Feuerwerk gezündet, dass das WMF zum Kochen gebracht hat. Die Leute waren gut druff und Hell auch, er hat wirklich eienn Knaller nach dem anderen gebracht, mehr als eine Stunde lang folgte Hit auf Hit, feinste Mukke.
Er zählt nicht ohne grund nicht nur zu einem der besten DJ`s Deutschlands sondern weltweit!
So gegen 8h hat dann Warren Fischer die Vinyl rotieren lassen, war auch ok, aber ich war dann doch müde :-) es wurde dann leerer und ich habe auch den Heimweg angetreten.
Eine einfach geile Party!! DJ Hell rockt goddes!
Fotos (nicht von mir gemacht) gibts hier

Heute abend steht dann das nächste Highlight af dem Programm. Der Wahlberliner Paul van Dyk wird mit Deep Dish das E-Werk eröffnen und zum kochen bringen.

15 September 2005

Popkomm in Berlin

Zum 2. Mal findet nun die angeblich weltgrößte Musikmesse in Berlin statt. Da Berlin ja ein klein bischen :-) größer ist als Kölle, verläuft sich hier alles viel mehr und es ist nicht ganz so ein Flair in der Stadt. Aber trotzdem rockts gewaltig. Die Messe ist für die Fachbesucher, das Festival für die normalen Leute. 1500 Bands die 400 Stunden Musik machen in ca. 30 Clubs und Bars der Stadt, da ist für jeden was dabei.
Spanien ist doieses Jahr Partnerland, aber ehrlich gesagt hab ich von nie von den Bands was gehört, die hier aus Spanien auftreten. Sollen alles neue Acts sein...
Elektronisch wird auf einigen Partys, es gibt etliche Highlights.
So heute die "let your body talk" Prty im Watergate mit Tobi Neumann und Anthony Roger live. Gleichzeitig legen im WMF SL Hell und Tiga auf.
Morgen gehts dann richtig ab: im neu zu eröffnenden E-Werk legen Paul van Dyk und Deep Dish auf, dürfte voll werden und hoffentlich richtig gut.
Am SA dann gibt sich Ellen Allien und die bpctrl-Label-Crew im WMF SL die Ehre.
Ebenfalls am Sa gibts noch die Popkomm-Clubnacht, einmalig 11€ zahlen und dafür kannst du in 30 Clubs und Bars der tadt abfeiern und dich von Party zu Party mit Bussen "shutteln" lassen.
Das sind nur ein paar Parties, es gibt wirklich viel, viel mehr, es dürfte für jeden was dabei sein, auch wenn du eher Rock oder sonstwas hören willst.
Mehr infos unter www.popkomm.de

die Geschmackspolizei

...hieß ein Titel beim konzert von Westbam am vergangenen Sonntag.
Die eingefleischten Westbam Fans werden sich nun Fragen: Watt hatt der den mit nem Konzert am Hut, der ist doch DJ?
Richtig, DJ ist er, nen Instrument kann er auch nicht spielen, aber halt sprechen, als singen würd ich das nicht direkt bezeichnen. Da Westbam ja schon immer für ne Überraschung gu war und auch noch ist, hat er sich halt überlegt, sein neues Album auf der Bühne live mit Band zu performen.
Es war schon ganz schön ungewohnt, ihn hinterm Mikro und nicht hinter den Plattentellern sten zu sehen. Seine Breakdance-Einlagen waren lustig. Insgesamt war es auf jeden Fall halbwegs krank, Westbam dort "singen" zu sehen. Das Maria war auch nur zu 2/3 gefüllt. So richtig gute Stimmung ist eigentlich gar nicht aufgekommen, bei einigen Liedern ging ein bischen ab, aber auch nicht mehr.
Zu hören gabs einige"blasts from the past" und neues vom Album. Mit ner Portion Humor kann an die relative Sinnfreien Texte bzw. Lieder auch gut finden, zumal wenn alles vom Vinyl kommt. Aber es ist schon recht krank, wenn z.B. beim Titel "right on" Westbam, da das Lied nun ma keinen Text hat ausser right on, dass dann 20-30mal wiederholt. Aber es soll ja auch nur unterhalten...
Enttäuscht war ich, dass es eben nur ein konzert war und icht noch ne Aufleg-Session von Großmeister im Anschluss gab.
Insgesamt ein netter Abend, aber ne Party wo Westbam auflegt rockt doch deutlich mehr als dieses konzert. Aber immerhin war man mal dabei....

10 September 2005

Spreefahrt

Im allgemeinen wollt ich mal kurz berichten, dass ich nach dem Kurz-Trip nach Bonn wieder gut und gluecklich in der Hauptstadt angekommen bin.
Eineinhalb Wochen wieder aus Ecuador zurück, super Wetter hier gehabt und schon alles mitgemacht. So wie es sich gehört:
Strandbars, Open-Air Bars, Biergarten, Strandbad Wannsee und heute ne Bötchensfahrt auf der Spree.
Alles rockt, vor allem bei dem endgeilen Wetter, so ist Berlin doch am schoensten. Ein dickes Dankeschoen an Petrus, dass ich das noch erleben durfte!
Ob Oststrand, Club der Visionäre oder gestern abend die Techno-Party, alle wunderbar, Großstadt- und Berlin Style wie ich ihn liebe!
Heute nun wollten wir eigentlich mal ne Landwehrkanal-Spreerundfahrt machen, aber wir hatten die Rechnungen ohne die hardcore-Touristen gemacht. Die Boote waren alle voll.
Bis wir dann ein Boot gefunden haben, wo alles etwas merkwuerdig aber wenigstens kostenlos war.
Auf dem Boot fand ne Weinprobe statt und irendein Typ hatte ca. 50 Hansels eingelaen. Wir waren nicht eingeladen, aber dem Bootspersonal war das wurscht und wir konnten fuer lau 2 1/2 Stunden auf der Spree und im Westhafen rumgurcken. Ausser schalem Bier und Selbstversorgung haben wir nix getrunken, am hellichten Tag ne Weinprobeaufm Schiff war uns dann doch nicht so geheuer.
War mal wieder schoen, die City vom Bötchen aus zu sehen, vor allem war ich noch nie in der Westhafen-Gegend.
Hat sich gelohnt, und unser Boot war fast ganz leer, im Gegensatz zu den anderen vollbesetzen Schiffen.
Danach gings noch zu Thilo, Max und Schnauze, den drei Berliner Baeren im köllnischen Park.

utopia construction

Es war im Jahre 1997 unserer Zeitrechnung als sich ein Club genau dieses Motto fuer ein Wochenende auf die Flyer und Fahnen geschrieben hatte: der legendaere Tresor am Loveparade weekend.
Und heute, mehr als 8 Jahre später, der Tresor ist bereits Geschichte, ebenso wie die Loveparade, ist mir dieses Motto wieder eingefallen.
Nahe bzw. gegenüber einer der letzten Großbaustellen Berlins, dem Lehrter Bahnhof, fand heute eine halbillegale Techno-Party, natürlich open air, statt.
Erst geht die mail rum, Mund zu Mund Propaganda, und dann kommen langsam die Menschen herbeigestroemten, lass es 100 oder 200 sein. Im Grunde egal, eine mal wieder einmalige Aktion, Berlin eben.
An der neu gestaltetenen Spreepromenade wummerten die Baesse und tanzen die Leute. Im Hntergrund der Potse, die Deutschland-Fahnen des Reichstags wehen in dem Nachthimmel, die Reichstagskuppel ist ohne Besucher, das Paul-Löbe Haus strahlt mit seinen Kunstprojektionen, der Betonklotz der Schweizer Botschaft schlaeft wie immer und die Waschtrommel (das Bundeskanzleramt) schlaeft eh nie.
Wummer, Wummer, knirsch, knarz, beat - gegenueber auf dem anderen Spreeufer, die Tuerme des Hamburger Bahnhofs - und nur diese, die Leuchtinstallationen sieht man nicht direkt, nur die Spiegelung in der mit 0 km/h "fliessenden" Spree.
Und da ist nun diese utopische konstruktion.
Ein Ballet der Kräne, die Schweisser schweissen die Nähte, als ob es kein morgen gibt...ein riesiger, 10stöckiger Stahlskeletkoloss, umgeben von 10 grossen und kleinen Kraenen, erleuchtet von hunderten von Scheinwerfern.
Und niemals ruht die Arbeit, damit im kommenden Mai allet fertig ist.
Besser als eine Videoproduktion, einfach real, diese Gegensätze, diese Naehe, im Mittelpunkt der Macht Deutschlands, und zeitgleich so weit davon enfernt, eine perfekte Location. Bierpreis wird nach Lust und Laune bezahlt, das Bier ist nach 2 Stunden warm, der Vorrat wird knapp. Kein Gemurre, keine klagen. Hauptsache Location und Mukke stimmen.
Ein wirkliche großstädtisches Ereignis, ein elektronisches Berliner Ereignis. Einfach nur gut!
Wo gibts das bitte sonst noch? Vielleicht Ansatzweise in Hamburg, Koelle oder FFM
Aber auch nur ansatzweise!
Berlin rockt, da gibts gar nix. Wer mir das nicht glaubt, beweise erstmal das Gegenteil!
Bin froh, wieder hier am Start zu sein!
BERLIN, du bist so wunderbar