1. Jahrestag der Tsunami-Katastrophe
Auch ich war letztes Jahr fasslunglos und geschockt ob dieser unvorstellbaren Bilder, die da über die Bildschirme flimmerten. Eine Riesenwelle rollt auf verschiedenen Länder zu und verwüstet einfach alles. Eine der größten Katastrophen der jüngeren Geschichte; die Natur demonstriert ihre unbändige Macht.
Heute, ein Jahr danach, ist die Erinnerung verblasst, aber doch noch präsent. Solche krassen Ereignisse dürfen einfach nicht aus dem Gedächnis verschwinden. Um daran zu erinnern, hier nun ein Fremd-Artikel gefunden auf www.yahoo.de:
Montag 26. Dezember 2005, 15:27 Uhr
Zehntausende gedenken der Tsunami-Opfer in Südasien
Phuket/Banda Aceh (AFP) - Zehntausende Menschen aus der ganzen Welt haben am ersten Jahrestag der Tsunami-Katastrophe der mehr als 220.000 Opfer in Südasien gedacht. In den am schwersten getroffenen Regionen in der indonesischen Provinz Aceh, im Süden Sri Lankas und in den thailändischen Urlaubsgebieten legten Angehörige der Opfer, Überlebende und Einheimische am zweiten Weihnachtstag Schweigeminuten ein und beteten für die Toten.
Ein Seebeben der Stärke 9 auf der Richterskala hatte am zweiten Weihnachtstag 2004 eine gigantische Flutwelle im Indischen Ozean ausgelöst. 537 Deutsche kamen ums Leben, 15 Deutsche werden immer noch vermisst.
In Aceh ertönte um Punkt 08.16 Uhr (02.16 Uhr MEZ) eine Sirene des neuen Tsunami-Frühwarnsystems. Genau um diese Uhrzeit hatten die Flutwellen vor einem Jahr das Land überrollt, in dem allein rund 160.000 Menschen getötet wurden.
In der Ulee-Lheu-Moschee am Stadtrand von Banda Aceh, dem einzigen Gebäude der Gegend, das das Beben und die Flutwelle fast unbeschadet überstand, legten rund 500 Gäste einer Trauerfeier eine Schweigeminute ein. "Wir beten für die Seelen unserer Lieben, ob sie gefunden wurden oder immer noch vermisst werden", sagte der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono.
"Es war so brutal, so schnell, so weitreichend, dass wir alle noch damit kämpfen, es zu verstehen", erklärte UN-Generalsekretär Kofi Annan in einer Videobotschaft. In vielen Bereichen habe es seit der Katastrophe große Fortschritte gegeben, in mancher Hinsicht "liegen die schwersten Tage noch vor uns", mahnte Annan.
Im Süden Thailands gedachten rund 2000 Angehörige ausländischer Opfer und 5000 Thailänder auf den Stränden entlang der Andamanensee der Toten. Von den damals in Thailand getöteten 5400 Menschen waren 2436 ausländische Touristen, darunter hunderte Deutsche. In Khao Lak feierten etwa hundert Deutsche einen Gottesdienst, bei dem die Namen der Opfer verlesen wurden. Der thailändische Regierungschef Thaksin Shinawatra legte bei einer Zeremonie in Khao Lak den Grundstein für ein Mahnmal für die Opfer.
In Sri Lanka räumte Präsident Mahinda Rajapakse bei der zentralen Gedenkveranstaltung in Peraliya südlich von Colombo Mängel bei den Hilfen für die rund eine Million Tsunami-Überlebenden ein. In dem Dorf hatten vor einem Jahr allein 1000 Menschen ihr Leben verloren, als die Flutwelle einen Zug traf. Schätzungen zufolge starben in Sri Lanka 31.000 Menschen durch den Tsunami.


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