WM: Die Begeisterung kennt kaum noch Grenzen
Nun ist sie bereits 2 Wochen alt, unsere WM! Die Vorrunde ist gerade zu Ende gegangen. Was nicht alles passiert ist in den letzten beiden Wochen.
Wer hätte gedacht, dass der Fußball einen derartig positiven Patriotismus in uns Deutschen erweckt?
Wer hätte gedacht, dass bis zu 700.000 Leute gleichzeitig auf der Berliner Fanmeile ein Deutschland-Spiel sehen?
Wer hätte gedacht, dass Ecuador und Ghana im Achtelfinale stehen?
Wer hätte gedacht, dass ich im Berliner Olympiastadion die Deutsche Mannschaft gegen Ecuador unterstützen darf?
Kaum einer hätte mit all dem gerechnet, am wenigsten ich.
Habe ich meine Deutschland-Fahne bereits 3 Tage vor der WM aufgehangen und noch bei mir gedacht, na, ob ich wohl der einzigste bleibe, steigt immer noch von Tag zu Tag der Fahnenwald. Mittlerweile haben doch einige Leute in Berlin ne Fahne aus dem Fenster (sei es nun aus dem Haus oder dem Auto). Eine tolle Entwicklung, warum sollen nicht auch endlich wir stolz sein auf Deutschland und das was wir geleistet haben und unsere Fahnen schwenken? Die letzten Generationen haben nun wirklich gar nichts mehr mit dem leidigen Thema der Nazizeit zu tun. Insofern gilt: weiter so, ob nun eine die Flagge im Gesicht, ein schwaz-rot-goldener Hut auf dem Kopf oder die Fahne in der Hand, hauptsache es man bekennt sich zu Deutschland. Auch dass die Mehrheit unseres Volkes inbrünstig im deutschen Trikot die Nationalhymmne singt, ein tolles Erlebnis.
Die letzten Wochen haben wirklich viel verändert. Die Deutschen sind auf einmal zu Fußballverrücken "public viewern" aufgestiegen und selbst die Frauen schauen und tippen eifrig mit, wenn es um die WM geht. Die Berliner Fanmeile ist echt gigantisch, tagtäglich wurde mit 100.000 Leuten gerechnet, gekommen sind im Durchschnitt mehr als das doppelte. Mir ist das dann doch zuviel Gedonner. Ich brauche ja viel Leben um mich rum, aber mehrer 100.000 müssen dann doch nicht immer sein. Die Stadt hat ja auch noch genug andere Orte zu bieten, an denen man Fussball schauen kann. Einer davon ist die Adidas-Arena, in der beim Deutschland-Polen Spiel eine super Stimmung herrschte. Übrigens sind die Schweden-Fans schon jetzt in mein Herz gewachsen, da sie gut druff sind und immer Spaß haben. Nur leider werden wir die Morgen aus dem Turnier werfen.
Was eine Großtstadt auch ausmacht: die Anonymität und Gleichgültigkeit vieler Leute. Wenn man sich mal die Fahnen wegdenkt und nicht grad dort ist, wo die Touris sind, merkt man nicht dass WM ist, selbst wenn Deutschland spielt. Die Leute leben normal weiter, als wäre nix.
Aber trotzdem: Deutschland einige Feierland, die Laune der Leute ist super, überall wird Völkerverständigung betrieben und der Begeisterung sind kaum Grenzen gesetzt. Vielleicht entwickelt sich ja endlich durch die WM ein Schub für unser Land und die Menschen, nicht immer über alles zu meckern und das Leben genrell positiver zu sehen; es wäre wünschenswert.
Von No-Go-Areas spricht keiner mehr, ebensowenig von der skandalösen Eintrittskarten-Vergabe, der Schwarzmarkt blüht....
alles also in bester Ordnung.
Noch 2 Wochen bis zum Endspiel, noch 2 Wochen Freudentänze, Autokorsos und dergleichen. In Berlin wird auf den Straßen gefeiert. Was nach dem letzten Deutschland-Spiel auf dem KuDamm abging war kaum zu toppen, super Stimmung.
Die schönste Zeit in den 2 Wochen war defintiv der Besuch der Party D-Ecuador im Berliner Olympiastadion. Einmal im eigenen Land bei der eigenen Mannschaft live dabeizusein, ein geiles Gefühl. Schon vor dem Anpfiff ging die 1. La Ola Welle durchs Stadion, die ersten 20 Minuten gab es überhaupt kein halten auf den Rängen, eine geniale Stimmung. Als dann nach dem 3:0 Sieg unsere Jungs eine Ehrenrunde durchs Stadion absolvierten war der Jubel unbeschreiblich.
Hoffen wir auf 2 weitere tolle Wochen voller Emotionen und schöner Spiele.
"Mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein werden wir WELTMEISTER sein!"


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